Der Kampf der „Tee-Rebellen von Gémenos“ gegen die Abwicklung ihres Werkes schlug einige Wellen. Ursprünglich eine Unilever-Tochter namens Fralib, übernahm die Belegschaft im Mai 2014 nach mehr als dreijährigem Kampf und Besetzung die Produktion und stellte sie unter Selbstverwaltung. Als neu gegründete Kooperative SCOP-TI produzieren die aktuell über 40 Mitglieder der Genossenschaft weiterhin Tee unter der Eigenmarke 1336. Darüber hinaus produziert SCOP-TI inzwischen auch Bio-Tees und arbeitet am Aufbau eigener Handelsbeziehungen. So beziehen sie die Teeblätter aus fairem Handel und Lindenblütentee aus regionaler Produktion.

Die Idee zur Kooperation entstand auf dem Euromediterranean Workers Economy Treffen 2016 in Thessaloniki. Dort wurden Ansätze diskutiert, wie (internationale) Vertriebsnetzwerke zwischen übernommenen Fabriken und Kollektiven organisiert werden könnten. Aus den dortigen Diskussionen entstand das heutige Projekt Gemein & Nützlich Vertrieb.

Weiterführende Links zu ScopTi
Darauf einen 1336 – In Gémenos bei Marseille haben Arbeiter_innen dem Konzern Unilever eine Teebeutelfabrik abgetrotzt (aus der ak 622, 13. Dezember 2016)

Der eigene Tee – Einst produzierten sie für Unilever, seit einem Jahr für sich. Besuch bei den Teerebellen im südfranzösischen Gémenos (aus Neues Deutschland, 28.10.2015)

Kämpfen für den Elefanten      (Jungle World, 8. Dezember 2011)

On parle de nous! – Presseseite von Scop Ti (französisch)

Pot de thé – Pot de Fer (70minütiger Film auf labournet.tv, franz. mit dt. UT, 2011)

1336 Tage. Höhen, Tiefen, aber immer aufrecht (73minütiger Film auf labournet.tv, franz. mit dt. UT, 2015)

Taste of hope      (Kinofilm, 2019)